Eine Investition in die Zukunft - Ausbilder werden
Häufig gestellte Fragen
- Wer kann ausbilden?
- Ich habe keine Werkstatt. Kann ich trotzdem ausbilden?
- Gibt es wirklich einen Fahrermangel?
- Kann ich mir die Ausbildung überhaupt leisten?
- Was, wenn der Azubi nach der Ausbildung zur Konkurrenz geht?
- Was bringt mir die Ausbildung?
Wer kann ausbilden?
Um Berufskraftfahrer oder Fachkräfte im Fahrbetrieb auszubilden, muss ein Busunternehmen Ausbildungsbetrieb sein. Im Betrieb muss ein Ausbilder benannt werden, der einen Ausbildungsschein besitzt. Dies kann beispielsweise auch der Werkstattmeister sein, denn alle Meister besitzen diesen Schein. Alternativ kann jeder den Ausbildungsschein über die Industrie- und Handelskammer erwerben.
Ich habe keine Werkstatt. Kann ich trotzdem ausbilden?
Ein Busunternehmen, das ausbilden will, muss in der Lage sein, die nötigen Ausbildungsinhalte zu vermitteln. Das heißt beispielsweise, dass ein Bus vorhanden sein muss. Ebenso nötig für die Ausbildung ist eine Werkstatt. Die Werkstatt-Ausbildung kann aber auch in einem anderen Busunternehmen stattfinden oder in einer Service-Werkstatt. Für weitere Fragen steht die regionale Industrie- und Handelskammer zur Verfügung.
Gibt es wirklich einen Fahrermangel?
Ja.
Experten gehen davon aus, dass ein Drittel der im Jahr 2000 beschäftigten Busfahrer bis 2010 aus Altersgründen aus dem Beruf ausscheiden. Und nur 25 Prozent der jetzigen Fahrer sind unter 35 Jahre. Gerade durch die neuen Weiterbildungshürden des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes wird die Zahl der Teilzeit-Fahrer zurückgehen, da ihnen die Weiterbildung zu teuer ist.
Kann ich mir die Ausbildung überhaupt leisten?
Zwar kostet die Ausbildung insgesamt rund 35.000 Euro, allerdings hat man ab dem zweiten Jahr einen vollwertigen Mitarbeiter. Nach der Ausbildung wird das Unternehmen durch einen hervorragend qualifizierten Mitarbeiter bereichert.
Was, wenn der Azubi nach der Ausbildung zur Konkurrenz geht?
Natürlich kann das passieren. Aber hier ist der Unternehmer gefragt. Er muss dem Auszubildenden den Arbeitsplatz schmackhaft machen, ihn begeistern. Identifiziert er sich mit seinem Arbeitgeber und macht ihm der Job Spaß, dann wird er auch nicht wechseln wollen.
Was bringt mir die Ausbildung?
Das Unternehmen wird um einen hochqualifizierten und jungen Mitarbeiter bereichert. Gerade in Zeiten, in denen der demographische Wandel in jedermanns Mund ist, ist das viel Wert.
Zudem können Unternehmen, die ausbilden weiterbilden nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz. Das spart viel Geld! Auch das Image lässt sich durch junge Busfahrer aufbessern. So schaffte es Thüringens jüngster Busfahrer immerhin zu Spiegel online. Auch wurde der Azubi eines baden-württembergischen Unternehmens jüngst von Bundespräsident Horst Köhler als Super-Azubi ausgezeichnet. Viele Unternehmen werben auf den eigenen Internet-Seiten mit ihren Auszubildenden.
Es gibt zwei verschiedene Ausbildungsberufe:
